Bewertung: gut

 

Nektar: 4
Pollen: 2

Bezugsquellen* (Pflanzen)

Baumschule Horstmann – LINK

Pflanzen Für Dich – LINK

Bezugsquellen* (Samen)

Amazon – LINK


Pflanzeninformationen / Pflanzeneigenschaften

Name botanisch: Sophora japonica

Pflanzenfamilie: Schmetterlingsblütler

Pflanzenart: Baum

Verwendung: Einzelstellung

Standort: Sonne

Wasserbedarf: gering, trockenheitsresistent

max. Höhe: 25 m

max. Breite: 15 m

Blühfarbe: weiß, gelb

Blühzeitraum: Juli – August

Lebenszyklus: mehrjährig


Bodeneigenschaften

Bodenart: lehmig, sandig, humusreich

Nährstoffeigenschaften: mäßig nährstoffreich, kalktolerant

Feuchteeigenschaften: frisch bis trocken, wasserdurchlässig


weitere Eigenschaften

windunempfindlich, winterhart (bedingt)


 

 

Japanischer Schnurbaum (Sophora japonica)!

 

Der Japanische Schnurbaum ist eine von momentan mehreren hundert Pflanzen im auf (Wild)bienen spezialisierten Pflanzenfinder.

Weitere bienenfreundliche Baumarten, wie z.B. den Ahorn oder diverse Obstbäume, findet Ihr hier.

 

Alternative Namen und Namensherkunft

Weitere Namen dieser Pflanze sind Honigbaum, Perlschnurbaum, Japanischer Perlschnurbaum oder Japanischer Pagodenbaum.

Der wissenschaftliche Name lautet „Sophora japonica“.

Der Name „Schnurbaum“ geht auf die Samen der Pflanze zurück, denn diese sind in den Schoten eingeschnürt.

 

Natürliches Vorkommen

Sophora japonica kommt ursprünglich aus Japan, Korea und China. Er wächst dort vorrangig in Steppengehölzen oder Trockenwäldern.

In unserem Land gibt es folglich keine natürlichen Vorkommen dieser Pflanzenart. (Quelle: Floraweb.de)

Auch die Gefährdung des Baumes in unserem Land ist dementsprechend nicht bewertet (nach Rote Liste Zentrum).

Wer eine schöne Übersicht zu weltweiten Beobachtungen (auch Gärten) sucht, der wird hier fündig.

 

Verwendung

Die Hauptanwendung in Deutschland liegt wahrscheinlich in der Verwendung als Baum, welcher für innerstädtische Bereiche geeignet ist.

Aufgrung seiner Trockenheits- und Hitzeresistenz hält er den klimatischen Bedingungen in Großstädten stand.

Seine Blüten werden zudem in der traditionellen chinesischen Küche verwendet. Diese werden mit Eiern und Mehl als Omlette zubreitet.

 

Giftigkeit

Sophora japonica ist für alle Warmblütler giftig. Sowohl Mensch als auch Tier haben nach dem Verzehr der Früchte mit Folgeerscheinungen zu rechnen.

Symptome können Übelkeit, Erbrechen, krampfartige Magenschmerzen und Durchfall sein.

Dazu können Lähmungserscheinungen, eine Verminderung der roten Blutkörperchen und die Senkung des Blutzuckerspiegels kommen.

 

Der Japanische Schnurbaum (Sophora japonica) im Garten

Wahrscheinlich wird er den wenigsten bekannt sein. Ich für meinen Teil habe ihn zum ersten Mal in einem botanischen Garten gesehen.

Eine Anpflanzung ist aber auf jeden Fall anzuraten. Der Schmetterlingsblütler wird mit seinen schönen weiß-gelben Blüten optisch erfreuen.

Diese entwickeln sich aber erst im Alter von 10 bis 15 Jahren. Das sollte bedacht werden.

Die Pflanze wächst bevorzugt auf mäßig nährstoffreichen Böden. Sie hat dabei einen sehr niedrigen Wasserbedarf.

Der Standort sollte auf jeden Fall vollsonnig sein. Er erreicht Wuchshöhen von bis zu 25 m, wohingegen in der Breite bis zu 15 m erzielt werden.

Die Ausmaße des Wuchses sind natürlich eng an den Standort gebunden und können variieren.

Sophora japonica ist überaus resistent gegen extreme Hitze und Trockenheit. Er wird daher als Klimawandelgehölz angesehen.

 

Eine Anwendung kommt aufgrund dieser Eigenschaften wohl am ehesten in Einzelstellung in Frage.

Eine Anpflanzung im Kübel funktioniert nicht, so dass die Integration auf den Balkon oder die Terrasse leider nicht möglich ist.

 

Schnurbaum – winterhart?

Achtung: Junge Bäume benötigen einen Winterschutz.

Der Baum ist in Klimazone 5 (nach USDA) eingestuft, daher bis in den Bereich von -25 °C bis -30 °C winterhart.

Ein zusätzlicher Schutz ist also bei älteren Exemplaren auch bei strengeren Frösten nicht von Nöten.

 

Nutzen für Wildbienen und andere heimische Insektenarten

Zudem zeichnet die Pflanze noch etwas aus. Sie bietet (Wild)Bienen und vielen weiteren heimischen Insektenarten Nektar und Pollen.

Vor allem aufgrund seiner Blütezeit im Hochsommer kann er von sehr großem Nutzen sein.

Wozu Nektar und Pollen benötigt werden? Das erfahrt Ihr im Abschnitt Lebensweise.

Kurzum, der Japanische Schnurbaum (Sophora japonica) ist aufgrund seines Aussehens und seines Nutzens eine echte Alternative.

Eine Alternative zu insektenunfreundlichen Pflanzen, die des Öfteren in deutschen Gärten, auf Balkonen und Terrassen zu finden sind.

Vollständige und weiterführende Informationen zur Pflanze findet Ihr auf Wikipedia.

 

Japanischen Schnurbaum kaufen

Den Japanischen Schnurbaum gibt es wahrscheinlich nicht in der Baumschule oder im Gartencenter um die Ecke.

Nichtsdestotrotz führen ihn einige große online-Pflanzenhändler im Sortiment. Einige Bezugsquellen findet Ihr im Steckbrief.

Es ist zudem natürlich immer ratsam, heimische Bäume anzupflanzen. Diese sind meist die bessere Wahl für unsere heimische Fauna.

Eine Übersicht zu regionalen Baumschulen findet Ihr hier. Vielleicht ist ja auch etwas in Eurer Nähe dabei.

 

Trotz der unbestrittenen Bienenfreundlichkeit der Pflanze ist es empfehlenswert, heimische Pflanzenarten vorzuziehen.

Diese sind für unsere heimische Tierwelt zumeist die bessere Wahl.